Alte Türen restaurieren

Manchmal möchte man aus nostalgischen Gründen und manchmal aus finanziellen Gründen die alten Türen überarbeiten, um sie wieder zum Einsatz zu bringen. Alte Türen besitzen ein ganz besonderes Flair. Die vielen Tage, Monate und Jahre die sie auf dem Buckel haben, erzählen eine einzigartige Geschichte, die bei einer guten Restauration nicht überdeckt werden sollte. Daher ist es wichtig, sich mit den Materialien und Werkzeugen auszukennen, bevor man sich ans Werk macht.

Alte Türen kann man so gut wie überall einsetzen. Rein optisch passen solche Türen nämlich sowohl zu klassischen und rustikalen Einrichtung, als auch zu modernen Wohnungen und Häuser. Ein gewisser Kontrast im Bereich des Wohnraumes kann besonders edel wirken.

Wenn man sich für das Restaurieren von alten Türen entscheidet, dann benötigt man in erster Linie gutes Material, auf dem man aufbauen kann. Gut erhaltene Türen erhält man bei Antiquitätenhändlern, bei Haushaltsauflösungen und Versteigerungen. Wenn man viel Glück hat, dann findet man die passenden Türen auch auf dem Trödelmarkt. Am einfachsten ist es natürlich, wenn die Türen aus dem eigenen Besitz kommen.

Der Schritt zum Schreiner ist nicht unbedingt nötig, selbst wenn man auf diesem Gebiet noch nicht viel Erfahrung gesammelt hat. Wenn man sich ein paar Kniffe aneignet und sich mit der Materie vertraut macht, dann wird man mit ein wenig Arbeitsaufwand zu wunderschönen alten Türen für sein eigenes Reich kommen.

Eine Lackschicht unter der anderen

Wenn man Türe und Zarge besitzt, dann sollte man sich nicht davon abschrecken lassen, wenn die Elemente mit vielen Lackschichten übersäht sind. Es bedarf einiges an Arbeit die einzelnen Lackschichten zu entfernen, aber wenn man sich vor Augen hält, wie sich das Ergebnis in den eigenen vier Wänden präsentieren wird, dann lohnt sich der Mehraufwand auf jeden Fall.

Lackschichten können mit verschiedenen Mitteln entfernt werden. Eine beliebte Methode ist der Heißluftfön, der mit viel Hitze die Lacke aufweicht, um sie anschließend mit einem Spachtel von der unteren Schicht ab zu lösen. Jedoch sollte man bei dieser Variante sehr behutsam vorgehen, da man bei der letzten Lackschicht schnell die Holzschicht beschädigen kann. Ebenso sollte der Spachtel sorgsam zum Einsatz kommen, da man mit den spitzen Kanten schnell Kerben ins Holz ritzen kann.

Abbeizen ist eine weitere Möglichkeit, Farben und Lacke zu entfernen. Viele Profis halten diese Methode für die Effektivste. Man sollte jedoch bei der Verwendung von Abbeizlösungen darauf achten, dass man im geschlossenen Raum für eine gute Durchlüftung sorgt. Türe und Zarge könnten idealerweise ins Freie getragen werden, um sie an der frischen Luft zu behandeln.

Eine sehr aufwändige Methode, um Farblacke zu beseitigen, ist das Abschleifen und Abspachteln. Schleifen, Hobeln und Abziehen sind dabei die Arbeitsprozesse, die nach einiger Zeit zum gewünschten Ergebnis führen. Da während der Arbeit ein feiner Schleifstaub entsteht, sollte man diese Tätigkeit stets mit einer Staubmaske erledigen. Da diese Methode jedoch sehr zeitaufwändig ist, nutzt man Schleifwerkzeuge in der Regel nur für Feinarbeiten und kleinere Stellen, an denen Lackspuren zurück geblieben sind. Eine weitere Möglichkeit, um vereinzelte Lackspuren zu beseitigen ist das Anwenden von Chemikalien. Man sollte jedoch darauf achten, dass man bei dieser Lösung zu ungefährlichen Chemikalien greift.

Wenn man an seiner Türe oder an den Zargen Harzflecken vorfindet, dann sollten diese vor der Behandlung zunächst entfernt werden. Dies gelingt am besten mit Kernseife oder mit einer speziellen Holzseife.

Nach der Behandlung des Holzes sollte man generell das Holz reinigen, bevor man zum nächsten Schritt übergeht. Wenn man sich dafür entscheidet, den natürlichen Look der Türen und Zargen zurück zu gewinnen, dann muss das Holz in jedem Fall mit Öl oder Wachs behandelt werden, damit das Holz vor zukünftigen Belastungen geschützt ist.

Holzreparaturen

Alte Türen die viel erlebt haben in den vielen Jahren, weisen hier und da schon mal die eine oder andere Schramme auf. Zu Restaurationsarbeiten gehören natürlich auch solche Ausbesserungen dazu. Das Schöne an den alten Türen ist, dass die Reparaturarbeiten in Zweifelsfalle nicht perfekt werden müssen. Zu alten Türen gehören Kratzer dazu, wie zum Menschen Narben dazu gehören. Sie erzählen die Geschichte des alten Holzes und versprühen den gewissen Charme, der diese Objekte zu was Besonderen macht.

Oberflächliche Kratzer können leicht ausgebessert werden. Mit etwas Schleifpapier in verschiedenen Stärken - grobes und feines - schleift man die Kratzer allmählich aus dem Holz heraus. Größere Schrammen kann man auf diese Art und Weise nicht verschwinden lassen. Im Baumarkt oder Fachhandel gibt es speziellen Holzkitt oder Spachtelmasse. Mit diesen Mitteln kann man die Unebenheiten hervorragen ausbessern.

Die Restauration von Türen bedarf zwar etwas Geduld und Fleiß, lohnt sich jedoch in jedem Fall.