Amerikanische Türen

Es gibt sie überall auf der Welt - die Türe. So gibt es sie natürlich auch in Amerika. Hier in Europa hat man sich allmählich satt gesehen an Eicherustikal. Der Einheitsbrei hat ein Ende gefunden, daher setzt man bei der Türenherstellung immer mehr auf ausgefallene Designs, Formen und Farben. Immer häufiger werden mittlerweile jedoch Anfragen nach amerikanischen Türen an Türenherstellern und Fachhändler gesendet.

Doch was genau macht die amerikanischen Türen eigentlich so interessant? Sind sie von der Qualität her besser oder sehen sie einfach nur anders aus? Wie sieht die durchschnittliche Türe in Amerika überhaupt aus? Entspricht sie der Vorstellung, die wir hier in Europa von TV-Serien vermittelt bekommen?

Wenn man hier in Deutschland eine Umfrage starten würden, dann würde wohl die Mehrheit aller Befragten die typische amerikanische Türe in weiß, mit einem Kassettendesign und einem goldenen Türknauf beschreiben. So sieht man sie stets im Fernseh.

Der amerikanische Lifestyle vermittelt Großzügigkeit und Freiheit. So unterscheiden sich viele Türmodelle beispielsweise in ihrer Größe. In Amerika sind zweiflüglige Türen wesentlich weiter verbreitet als bei uns in Deutschland. Man findet sie in Amerika nicht nur in Häusern, die hinter der Eingangstüre mit einer großen Eingangshalle ausgestattet sind. Selbst gewöhnliche Räume werden gerne mit so großzügigen Objekten ausgestattet. Dies benötigt natürlich auch einen gewissen Raum in dem die Türe Platz finden muss. Deswegen verzichtet man gerne auf Zwei-Etagen-Häuser und baut seine Häuser bevorzugt in die Breite, damit schmale Flure und kleine Räume gar nicht erst entstehen können.

Auch die amerikanischen Haustüren unterstützen das großzügige Leben der Amerikaner. Oft endet die Türe im oberen Bereich mit einem Rundbogen, manchmal ist sie zu beiden Seiten noch mit feststehenden Holzelementen eingefasst, mit Glaseinsätzen das Tageslicht nach Innen transportieren.

Amerikanische Türen sehen nicht nur optisch aus, als seien sie aus massivem Holz gefertigt. Die schweren robusten Türen lassen einem sofort das Gefühl geben, dass man sich auf amerikanischem Boden befindet.

Um etwas amerikanisches Flair nach Hause in die eigenen vier Wände zu holen, bedarf es ein wenig Recherche. Es haben sich noch nicht viele Fachhändler auf amerikanische Türen spezialisiert, weshalb es nicht so leicht ist, auf Anhieb die perfekten Angebote zu finden. Umso besser ist es dann, wenn man seinen Fachhändler gefunden hat, der einen mit den neusten Modellen aus den USA versorgen kann. Preislich gesehen kommt es ganz darauf an, ob es sich bei den Türen um einen Nachbau oder um original importierte Produkte handelt. Die originalen Türen sind natürlich kostspieliger als Nachbauten. Welche Produkte in Frage kommen hängen ganz von den eigenen Vorstellungen ab. Gute Qualität erhält man natürlich auch in Deutschland, aus diesem Grund kann man sich mit ruhigem Gewissen für amerikanische Türen entscheiden, die nicht speziell in Amerika hergestellt wurden.

Wichtig ist die Auswahl des Holzes. Holz ist ein sehr warmes und gemütliches Material, weil es Wärme ausstrahlt und eine angenehme Atmosphäre schafft. In Verbindung mit dem amerikanischen Stil kann man seine Räume um einiges Aufwerten. Da gute Qualität nicht unter den Billigprodukten zu finden ist, sollte man jedoch einen gewissen Betrag bei der Anschaffung einplanen. Anders herum kann man jedoch nicht sagen, dass alle amerikanischen Türen hochwertige und langlebig sind, nur weil sie viel Geld gekostet haben. Auf gewisse Qualitätsmerkmale sollte man schon achten.

Der Knauf

Er ist hier in Deutschland nicht so häufig vertreten. Vor allem in privaten Räumen findet man doch eher die gute alte Türklinke vor. In Amerika sieht das schon ganz anders aus. Dort wird gerne am „doorknob” gedreht.

Dabei stammt der Türknauf ursprünglich aus Europa. Wenn man weit zurückgeht, bis ins Mittelalter, wird man feststellen, dass genau genommen die feinen Herren und Damen für die Erfindung des Knaufes verantwortlich sind. Es war einfach edler den Drehknauf zu betätigen, als eine Klinke hinunter zu drücken.

Die Engländer verwendeten schließlich Porzellan für die Herstellung der Türknöpfe. Dies setzte sich jedoch im Laufe der Jahrhunderte nicht durch.

Das besonders praktische am Knauf war der unkomplizierte Einbau. Es genügt ein Loch in die Türe zu bohren und das Knaufset durchzustecken. Eine extra Aussparung für das Schlüsselloch entfällt. Auf der anderen Seite muss man jedoch auch bedenken, dass ein Türknauf nicht so praktisch ist wie eine Türklinke. Eine Türklinke kann man zur Not auch noch mit vollen Händen und Armen mit dem Ellebogen herunterdrücken um die Türe zu öffnen. Bei einem Türknauf sollte man wenigstens eine Hand frei haben, damit man den dahinter liegenden Raum betreten kann.

Über den Sinn eines Türknaufes kann man sich streiten. Man kann ihn jedoch auch einfach so hinnehmen wie erst und als Designobjekt ansehen.