Kindersicherung für Türen

Wenn man Kinder im Haus hat, dann beschäftigt man sich bereits früh mit dem Thema Sicherheit. Das geht von dem verstärkten Schutz gegen Einbruch, um ein sicheres Zuhause zu schaffen, bis hin zur Kindersicherung für Steckdosen. Generell begegnet man dem Wort Kindersicherung sehr häufig, wenn man Kinder hat.

Die Sicherheit geht schließlich vor, sagt man. Es werden Vorsichtsmaßnahmen im Treppenhaus installiert, der Fernseher, die Steckdosen und der Herd werden mit Kindersicherungen ausgestattet. Auch im Auto wird der Türgriff von innen mit einer Kindersicherung während der Fahrt gesichert. Was jedoch zu häufig vernachlässig wird sind die Türen in Wohnung und Haus. Dabei liegen die Gefahrenstellen vor allem dort, weil Türen ständig auf und zu gemacht werden.

Türen trennen Räume, sie verbinden sie aber auch gleichzeitig. Man geht täglich etliche Male durch sie hindurch, betätigt den Türgriff, öffnet die Türe oder zieht sie wieder zu. Die Türe wird aus zwei Gründen zur Gefahrenstelle für Kinder:

Die verbotenen Orte

Zum einen geben sie Wege frei, die für kleine Kinder nicht bestimmt sind. So sollten neugierige Kinder nicht unbeaufsichtigt in den Hausflur oder auf die Straße. Vor allem die Haustüre ist ein magischer Anziehungspunkt für Kinder, welche die Welt entdecken wollen. Doch manchmal können schon normale Wohnungsräume Gefahren bereits stellen, die man am besten vor kleinen Kinderhänden verschließt. In diesem Fall ist mit Sicherheit das Türschloss eine sinnvolle Kindersicherung. Doch nicht jede Türe hat ein Türschloss - man denke da zum Beispiel an Glasschiebetüren, die meist nur einen Griff besitzen - und nicht immer denkt man daran die Türe abzuschließen. Für Türen, die nicht verschlossen werden können, gibt es im Handel spezielle Riegel, die installiert werden können.

Das gleiche gilt in diesem Zusammenhang für Fenster. Fenster stellen auch eine gefährliche Quelle dar, die man absichern sollte. Dabei geht es gar nicht um die Höhe des Stockwerkes. Ein Sturz aus dem Erdgeschoss kann bei einem Kind bereits zu großen Verletzungen führen.

Eine besondere Variante der Kindersicherung sind Schutzvorrichtungen die mit einem Alarm ausgestattet sind. Sie sind mit zwei Magneten bestückt, die bei Aktivierung einen Alarm ertönen lassen, wenn die Magnete durch das Öffnen der Türe getrennt werden. Dieses Modell kann auch sehr gut als Einbruchschutz verwendet werden.

Vorsicht! Tür!

Doch wie im ersten Abschnitt bereits angekündigt gibt es noch eine zweite Gefahrenquelle, die von einer Türe ausgeht. Türen können kontrolliert auf und zu geschlossen werden, sie können aber auch durch einen Windstoß und mit zu viel Schwung zugestoßen werden. Nicht selten kommt es vor, dass dazwischen kleine Kinderhände geraten. Eingeklemmte Finger und Hände sind wohl jedem bekannt. So gut wie jeder musste - sei es in der Kindheit oder im Erwachsenenalter - die schmerzhafte Erfahrung mit einem eingeklemmten Finger machen. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch sehr gefährlich, da solche Unfälle durchaus zu bleibenden Schäden führen können.

Um sowohl große als auch kleine Verletzungen auszuschließen, sind Finger-Schutz-Profile sinnvoll. Sie sorgen dafür, dass Türen nicht mehr zufallen können. Das Risiko sich die Hand zu klemmen ist somit auf ein Minimum reduziert und quasi ausgeschlossen.

Die Vorrichtungen sind schnell montiert, preisgünstig erhältlich und effektiv. Der einzige Nachteil, den man diesen Schutzvorrichtungen anheften könnte, ist dass man die Türe nicht komplett schließen kann, ohne die Profile wieder abzumontieren. Doch dies ist schließlich auch nicht der Sinn und Zweck solch eines Fingerklemmschutzes.

Um jedoch den entscheidenden Unterschied zu einem Türstopper deutlich zu machen, benötigt es einen Blick auf die Bauweise der Profile. Die Profile bestehen aus zwei Leisten, die an der Scharnierseite der Türe angebracht werden. In dem sie die Ecke ausfüllen, die zwischen Türblatt und Türrahmen entsteht, kann die Türe nur noch bis auf ein paar Zentimeter zugezogen aber nicht mehr komplett geschlossen werden. Der Vorteil eines solches Schutzes ist, dass man ihn nicht vergessen kann hinzustellen oder dass er falsch positioniert wird.

Bei einem Türstopper ist das anders. Ein Stopper kann wegrutschen, durch zu viel Kraft des Windes umgestoßen werden oder eben komplett vergessen werden aufzustellen. Dadurch dass der Türstopper nicht fest montiert ist, kann man sich auf eine gewisse Sicherheit nicht verlassen.

Ein sicherer Halt wird durch hochwertiges und stabiles Material gewährleistet. Wem die Qualitätsmerkmale auf diesem Gebiet nicht bekannt sind, kann sich an bekannten Siegeln des TÜVs oder von Stiftung Warentest orientieren. Diese Unternehmen testen die Produkte auf „Herz und Nieren” und machen mögliche Produktschwächen kenntlich.

Mit dem richtigen Fachhändler an der Hand, der Marktkenntnis besitzt und kompetente Ratschläge zu diesem Thema geben kann, ist einem in der Regel bestens geholfen. Denn sichere Kinder sind glückliche Kinder.