Türen gestalten

Der Einheitsbrei in Wohnung und Büro gehört der Vergangenheit an. In unserem schnellen Zeitalter, indem wir leben, wird mittlerweile so gut wie alles auf den einzelnen Menschen ausgerichtet. Selbst die Werbung im Briefkasten spricht uns mittlerweile mit dem Namen an. Da möchten wir natürlich auch einen möglichst individuellen Lebensraum kreieren, der die eigene Handschrift trägt.

Die eigenen Wünsche im Wohnraum zu erfüllen fängt bei der Hausplanung an und hört erst bei den Details der Dekoration auf. Es muss nicht jede Kleinigkeit stimmen. Einen perfekten Wohnraum wird es wohl auch kaum geben. Aber das ist auch gut so, denn auf diese Weise findet man im Laufe der Jahre immer wieder Bereiche die man verbessern und verschönern kann. Geschmäcker verändern sich schließlich auch, was wiederum viele Möglichkeiten der Veränderung mit sich bringt.

Türen sind Elemente des Hauses oder der Wohnung, die in aller Regel einmal im Leben angeschafft werden. Je besser die Qualität und sorgsamer der Umgang mit den Materialien, desto länger bleiben die Türen im Einsatz. Das ist natürlich gut für den Geldbeutel, ist jedoch alter der Türe nicht mehr aktuell und modisch.

Wenn das Material jedoch keine Alterserscheinungen aufweist, dann wäre es unnötig die komplette Türe auszuwechseln, nur weil einem die Farbe mittlerweile zu dunkel ist, oder weil das Design nicht mehr der heutigen Zeit entspricht. Eine Türe kann oft mit wenigen und günstigen Mitteln umgestaltet werden. Sie kann jedoch auch aufwendig aufgefrischt werden, was je nach Qualität und Hochwertigkeit des Türenmaterials gerechtfertigt ist. Dass es diese Möglichkeiten gibt, ist jedoch nur den wenigsten Haus- und Wohnungsbesitzern klar. Zu häufig entscheidet man sich dann doch für eine Neuanschaffung. Dabei kann man mit einer Umgestaltung eine Menge Geld sparen und hat gleichzeitig die Türen so umgestaltet, dass sie dem eigenen Geschmack entsprechen und zur restlichen Inneneinrichtung passen.

Eine Umgestaltung der Türen kann bereits ein neuer Bodenbelag mit sich bringen. Wenn der neue Bodenbelag rein optisch nicht mehr zu den Türen passt, dann sollte man nicht auf den Wunschbelag verzichten sondern viel eher die Türen an den Boden anpassen. Dies bedeutet zwar im ersten Moment ein wenig mehr Arbeitsaufwand, jedoch wird sich die Arbeit früher oder später auszahlen.

Welche Türen Gestaltungen zum Einsatz kommen, hängt natürlich nicht nur vom Budget und der dafür vorgesehen Türe ab, sondern auch von den eigenen Fähigkeiten. Für absolute Heimwerkerlaien sind aufwändige Arbeiten nicht so leicht zu bewältigen, wie einfache Streicharbeiten. Daher sollte man sich im Zweifelsfalle überlegen, die Veränderungen von einem Profi durchführen zu lassen. Diese Extrakosten sollten natürlich zu Beginn eingeplant werden, damit der Wunsch nach einer Veränderung im Endeffekt nicht zu kostspielig wird.

Türen können farblich verändert werden in dem sie mit Farbe bestrichen oder mit Tapete und Stoff beklebt werden. Sie können aber auch von der Form her verändert werden in dem Schmuck-Kassetten angebracht werden können. Neue Türgriffe und Scharniere verändern die Optik ebenfalls. Man kann jedoch auch die Wandform verändern und die Türe der Form anpassen, in dem man zum Beispiel einen Rundbogen installiert. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die mehr oder wenig große Effekte erzeugen. Wichtig ist die Gestaltung nach dem eigenen Geschmack um ein anschließendes harmonisches Gesamtbild zu erzeugen.

Türenfarbe

Die wohl einfachste und effektivste Möglichkeit den Türen einen neuen Look zu verpassen ist die Veränderungen der Farbe. Wohnungzimmertüren sind sehr häufig in einem dunklen Holzton gehalten, an dem man sich schnell satt gesehen hat. Um die Türe aufzuhellen, oder vielleicht farblich bunt zu streichen sind nicht viele Arbeitsschritte notwenig.

Bei der Lackierarbeit kommt es ganz darauf an, wie lange die neue Farbe halten soll. Wenn man die nächsten 20 Jahre mit den Türen leben möchte, dann sollte man sich für eine möglichst neutrale Farbe entscheiden, an der man auch in vielen Jahren noch seine Freude hat. Für die etwas mutigeren Handwerker darf es aber auch gerne eine ausgefallenere Farbe sein. Für jede Türe sollte man zwischen zwei und drei Stunden einplanen. Das ist zwar im ersten Augenblick viel Zeit, dies relativiert sich jedoch, wenn man bedenkt, wie viele Jahre man diese Arbeit betrachten kann.

Für das Lackieren der Türe benötigt man Alkydharzlack im gewünschten Farbton. Die Farbe bekommt man sowohl im Baumarkt als auch im Fachhandel. Wenn man eine gewisse Auswahl hat, sollte man sich jedoch nicht für das günstigste Angebot entscheiden. Um ein zufrieden stellendes Ergebnis zu erhalten, spielen Konsistenz und Beschaffenheit der Farbe eine wichtige Rolle. Da dieser Lack besonders deckend ist, genügt ein Farbauftrag. Dies verkürzt die Arbeitszeit und spart zu dem auch Farbe. Im Schnitt kann man davon ausgehen, dass eine Dose Lack, mit 750 Milliliter für zwei normal große Türen reichen.

Um den Lack ordentlich auftragen zu können benötigt man ein Pinselset, das speziell für Lacke geeignet ist. Da das reinigen der Pinsel nach getaner Arbeit sehr mühsam ist, ist es von Vorteil wenn man sich für sehr günstige Pinsel entscheidet, da man diese am Ende des Projektes entsorgen kann. Zusätzlich benötigt man zum Auftragen des Lackes eine Schaumstoffwalze und eine Lackwanne. Mit einem groben und einem feinen Schleifpapier bereitet man die Türe auf das Lackieren vor. Dank des Abschleifens der Türoberfläche kann das Holz erneut Farbe aufnehmen und sich dauerhaft damit verbinden.

Als erstes wird die Türe jedoch ausgehangen und aufgebockt. Türgriffe und Scharniere werden abmontiert. Zunächst sollte die Türe gründlich mit Wasser gereinigt werden. Mögliche Fugen und Ritzen im Holz sollten vor Beginn des Farbauftrages mit einer Feinspachtelmasse für Holz aufgefüllt werden. Die ausgebesserten Stellen werden anschließend ordentlich abgeschliffen, damit eine ebene Fläche entsteht.

Wer auf das anschmiergeln der Holzoberfläche der Türe verzichten möchte, damit der Lack im Anschluss genug Halt erhält, der kann auch ein sogenanntes Anlauf-Pulver verwenden. Mit Hilfe dieses Mittels wird die Oberfläche angeraut, damit der Lack ideal haften kann. Das Pulver wird mit Wasser verdünnt und mit einem Schwamm auf die Oberfläche aufgetragen. Nach einer gewissen Einwirkzeit wird das Mittel abgewaschen und die Türoberfläche trocken gewischt.

Wenn die Oberfläche vorbehandelt ist, dann steht dem Lackauftrag nichts mehr im Wege. Mit der Schaumstoffrolle wird der Lack gleichmäßig auf das Holt aufgetragen Für kleine Stellen, die beim ersten und einzigen Durchgang nicht genügend Lack abbekommen haben, können Pinsel eingesetzt werden. Wenn der Lack 12 Stunden durchgetrocknet ist, dann kann man die Türe wieder wie gewohnt einsetzen und verwenden.