Türen pflegen

Bei der Türenpflege kommt es auf entscheidend auf das Material an. Es gibt Türen, die sich pflegeleicht, es gibt aber auch Materialien die etwas mehr Pflege benötigen, um ihre gewohnte Optik zu behalten. Doch auch der Einsatzort entscheidet häufig über die Pflegeintensität der Türe. Die Türen, die mit dem Außenbereich - sprich mit Wind und Wetter - in Berührung kommen, müssen je nach Material häufiger gepflegt werden, als Innentüren.

Es gibt die unterschiedlichsten Reinigungsgründe. Im Alltag können gewisse Situationen auftreten, auf die man sich leicht vorbereiten kann. Der schwere Einkaufskorb kann schon mal an der Tür anecken und dunkel Striemen hinterlassen. Kugelschreiber und Filzstifte können sich auch schon mal verirren und ihre Spuren auf der Oberfläche der Türe deutlich machen. Es können viele Gründe für eine Reinigung der Türe auftreten.

Türpflege kann aber auch ganz anders aussehen. Nicht nur der Schmutz muss von Zeit zu Zeit beseitigt werden. Die Türe besteht aus mehreren Elementen, die mit der Zeit behandelt werden müssen, damit sie ihre gewohnte Funktion nicht verlieren. Mögliche Elemente, die gepflegt werden sollten, sind zum Beispiel die Türenbänder, das Türenschloss und die Türendichtungen.

Wenn man weiß, wie man seine Türe richtig pflegt, dann hält sich der Arbeitsaufwand in Grenzen und die Türe kann ein Leben lang genutzt werden, ohne dass Alterserscheinungen auftreten. Wichtig ist nur die Verwendung von den richtigen Mitteln. Bei hochwertigen Materialien sollte man immer darauf achten, dass die eingesetzten Reinigungsmittel nicht zu stark wirken, um mögliche Schäden am Material zu vermeiden. Wer sich in dieser Hinsicht unsicher ist, der wird bei der Wahl eines guten Türenherstellers oder Fachhändlers die Tipps des Profis entgegen nehmen können. Mit dieser Hilfestellung kann in Sachen Türenpflege so gut wie nichts schief gehen.

Pflege für Holztüren

Holztüren werden für den Wohnbereich am häufigsten ausgesucht. Die Holztüre ist bereits jahrhunderte Alt und erfreut sich dennoch stetig wachsender Beliebtheit. Doch dies ist kein Wunder... Holz ist ein sehr warmes Material, welches eine angenehme Wohnatmosphäre schafft. Es strahlt selbst in kalten Räumen eine gewisse Wärme aus und lässt hervorragend in die Wohnumgebung integrieren. Doch Holz ist nicht nur für Zimmertüren bestens geeignet. Holz wird auch gerne für Haus- und Wohnungstüren verwendet.

Holz ist für den Außenbereich bestens geeignet. Eine gewisse Pflege ist jedoch nicht zu verleugnen, denn die natürliche Reife des Holzes bringt automatisch farbliche Veränderungen mit, die nicht von jedem Holztürenbesitzer gewünscht sind. Doch auch Witterungseinflüsse können je nach Holzart Schäden hinterlassen, wenn das Holz nicht richtig geschützt ist.

Einen geeigneten Schutz aufzutragen ist in aller Regel nicht kosten- und arbeitsaufwändig. Aus diesem Grund sollte man sich bei einem Holztürenkauf - sei es für den Innen- oder Außenbereich - im Klaren sein, dass man einen gewissen Pflegeaufwand in Kauf nehmen muss, der aber auf die vielen Jahre an Haltbarkeit, nicht sonderlich ins Gewicht fällt.

Holzhaustüren sollte Idealerweise zwei Mal im Jahr - jeweils im Frühling und Herbst - mit speziellen Mitteln zum Schutz behandelt werden. Auf diese Weise geht man sicher, dass mögliche Beschädigungen der Holzschutzoberfläche, die im Laufe der vergangenen Monate entstanden sind, wieder beseitigt werden. Für die eigene Holztüre sollte stets das Beschichtungsmaterial verwendet werden, welches der Hersteller empfiehlt.

Die jährliche Behandlung ist zusätzlich von Nöten, weil sich der deckende Anstrich oder die Lasur - je nachdem welches Material aufgetragen ist - mit der Zeit abnutzt. Eine neue Schicht trägt man am besten nach einem leichten Abschleifen der Türe auf. Auf diese Weise entfernt man die obere Schicht und störende Partikel, die den neuen Auftrag hindern würden, sich mit der Holzschicht zu verbinden. Die gleiche Vorgehensweise besteht auch bei Zimmertüren aus Holz, die eine neue Lasur oder einen neuen Anstrich gebrauchen können.

Kleine Risse oder geöffnete Fugen können mit Hilfe des originalen Beschichtungsmaterials gefüllt und verschlossen werden. Offene Fugen sind gefährliche Schwachstellen für das Holz, da über sie Feuchtigkeit und Parasiten ins Holz gelangen können.

Bei Türen, die mit einem Öl behandelt werden, sind besondere Hinweise zu beachten. Man sollte diese Türen immer mal wieder von Schmutz befreien, da er sich an solchen Oberflächen gerne festsetzt. Ein feuchtes Tuch ist für eine Reinigung bereits völlig ausreichend. Auf Scheuermittel und Lösungssubstanzen sollte man komplett verzichten. Das gleiche gilt übrigens auch für Holztüren, die andere Oberflächenbeschichtungen besitzen. Bei starker Verschmutzung verwendet man Intensivreiniger, die vom Hersteller für geeignet bewertet wurden. Diese Reiniger erhält man in jedem gut sortiertem Baumarkt und Fachhandel. Die Gebrauchsanweisung des Herstellers kann zusätzliche Tipps enthalten, die sehr hilfreich sein können. Dort können auch Informationen zum passenden Pflegeöl entnommen werden, das für einen erneuten Schutz sorgt und von Zeit zu Zeit neu aufgetragen werden sollte.

Kunststofftüren wollen auch gepflegt werden

Kunststoff gilt als besonders pflegeleichtes Material. Im Großen und Ganzen trifft dies auch zu. Doch hin und wieder sollte man seine Türe - sowohl drinnen als auch draußen - von Staub, Schmutz und Flecken befreien. In der Regel reichen für solche Reinigungen ein weiches Tuch, Wasser und je nach Verschmutzungsgrad ein schonendes Reinigungsmittel.

Trocken sollte man eine Kunststofftüre jedoch nicht versuchen zu reinigen, da auf diese Weise Kratzer durch Schmutzpartikel entstehen können. Gleichfalls muss man beachten, dass durch eine Trockenreinigung das Kunststoff statisch aufgeladen wird und so den Schmutz stärker anzieht als zuvor. Scheuernde und chemische Reinigungsmittel sind ebenfalls für Kunststofftüren tabu.

Edelstahl zum strahlen bringen

Edelstahl gehört mit zu den pflegeleichtesten Materialien. Edelstahlhaustüren oder Edelstahlzimmertüren - die zugegeben nicht häufig zum Einsatzkommen - können wie die Kunststofftüren leicht mit Wasser gereinigt werden. Putzutensilien wie scheuernde Reiniger, Stahlwolle und -bürste sollte man nicht verwenden, da Kratzer entstehen können, die Platz für Wasser und Feuchtigkeit machen und Rost entstehen lassen können. Bei starker Verschmutzung genügt in der Regel das Einwirken von klarem Wasser. Auf den Kauf von teuren Spezialmittel kann also verzichtet werden.

Das gleiche lässt sich auch das Material Aluminium anwenden. Mit laufwarmem Wasser kann man Verschmutzungen beseitigen und das Material wieder zum Strahlen bringen.

Als Faustregel für alle Materialien gilt: Scheuermilch, Stahlbürste und chemische Reiniger bleiben den Türen fern. Mit klarem Wasser und bei Bedarf mit einem kleinen Schuss mildem Reiniger können so gut wie alle Verschmutzungen beseitigt werden.